Der deutsche Phonoverband ist sauer. Eine ARD-Infosendung hat kürzlich seiner Zielgruppe, Hausfrauen und Senioren ab 50, das Filesharing erklärt.
Im ARD-"Buffet", das werktäglich zur Mittagszeit ausgestrahlt wird, beklagt sich "Opa Online", dass er seine Lieblingssongs aus den 50ern und 60ern nicht mehr hat. Kurz darauf wird dem älteren Herrn dann von Enkel erklärt, wie man sich bei Grokster die neusten (und ältesten) Musiksongs im Internet kostenlos holt.
Kaum war die Sendung aus, gab es die erste (beleidigte) Reaktion des deutschen Phonoverbandes: "Anstatt die Rechte (...) zu respektieren, bietet der SWR den Musikklau frei Haus", sagte Gerd Gebhardt vom Phonoverband. Die ARD wurde ultimativ aufgefordert, solche Sendungen künftig zu unterlassen.
Obwohl die Musikindustrie seit langem den Anschluss in Sachen Kampf gegen die Tauschbörsen verloren hat, scheint es kein Umdenken zu geben. Im Gegenteil wird nach wie vor versucht, die wachsende Gemeinde der Musiktauscher als kriminell darzustellen. Von Alternativen oder neuen Konzepten keine Spur.
Keine Neuigkeiten mehr verpassen!