Konstantin Wecker hat ein neues Problem mit der Polizei. Diesmal wohlgemerkt nicht wegen Drogenkonsums, sondern wegen eines angeblichen Aufrufs zur Fahnenflucht. Auf einer Antikriegsdemo soll er Bundeswehrsoldaten dazu ermutigt haben.
Folgende Aussage ist der Stein des Anstoßes: "Ich rufe die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die demnächst ihren Dienst in den AWACS-Flugzeugen tun sollen, dazu auf, diesen Kriegsdienst zu verweigern oder zu desertieren." So gesagt bei der Demo gegen die USA von vergangenen Wochenende. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung hat Weckers Büro sein "Statement" bereits bestätigt. Auch soll der Liedermacher andere Demonstranten dazu aufgefordert haben, ihm nachzusprechen. Eine Anzeige für seinen Aufruf hatte Wecker wohl einkalkuliert: "Jetzt wollen wir mal sehen, ob die Polizei uns alle hier auch festnimmt", soll er anschließend gesagt haben.
Zu Beginn dieses Jahres war Konstantin Wecker in den Irak gereist, um sich ein Bild von den Zuständen im Land zu machen. Wecker ist Mitglied bei "Künstler für den Frieden". Im Rahmen dieser Mitgliedschaft versucht er, die Folgen eines Krieges im Irak deutlich zu machen: "Die politische Kultur des Westens würde durch einen Irakkrieg umgestülpt".
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