
Schlechte Zeiten für Anbieter von Software zum Umgehen von Kopierschutzmechanismen. Der Deutsche Phonoverband geht jetzt aktiv gegen Anbieter solcher Programm vor. Und das nicht nur im Internet, sondern auch offline. So wurden bisher über 100 Anbieter solcher Programme ermittelt, teile Phonoverband-Chef Gerd Gebhardt in Berlin mit. Die Anbieter solcher Programme müssten jetzt mit weiteren Konsequenzen rechnen, hieß es weiter.
Kostenpflichtige Abmahnungen gegen die Anbieter seien bereits auf dem Weg zu den Verursachern. Gegen einen Anbieter soll sogar schon eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München ergangen sein. Der Phonoverband versucht so, die letzen Anbieter aus dem (bald nicht mehr vorhandenen) Markt zu drängen, um das illegale Umgehen von Kopierschutzmechanismen bei Audio-CDs zu unterbinden.
Letztendlich soll so ein weiterer Kanal für den Endverbraucher geschlossen werden. Wenn kopiergeschützte Audio-CDs nicht mehr zu knacken sind, wird auch die Zahl der illegal vervielfältigten Tonträger zurückgehen. Außerdem will man so auch gegen das Filesharing von kostenlosen Mp3-Dateien im Internet vorgehen.
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