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Vertreter aus Musik, Wirtschaft und Kultur, allen voran jedoch Liedermacher Reinhard Mey, haben eine Radiquote für deutschsprachige Musik gefordert: "Es führt kein Weg an einer Quote vorbei, wenn wir nicht einen ganzen Kultur- und Wirtschaftszweig an unterlassener Hilfeleistung eingehen lassen wollen", sagte Mey am Freitag in Berlin. Angedacht sei eine Quote von 40%. Zur Zeit liegt der Anteil grade mal bei 1,5%.
Das Vorbild für die Quote kommt aus Frankreich. Dort ist der Anteil der in Landessprache gesungenen Titel schon bei 40%. Dementsprechend dominiert wirken im Nachbarland u. a. die Charts. Englischsprachige Künstler haben es nicht leicht. Selbst Robbie Williams hat schon einige Songs auf französisch singen müssen, um erfolgreich zu sein. Mey kritisiert am deutschen Radio vor allem, dass ihm "ständig angloamerikanische Meterware um die Ohren fliegt". Die Konsumenten in Deutschland würden sich daran gewöhnen und schließlich nichts anderes mehr verlangen.
Die Musikindustrie in Frankreich konnte in den letzten Jahren als einzige in Europa kontinuierlich wachsen. Zum Vergleich: In Deutschland ist der Umsatz der Plattenindustrie seit 1997 um insgesamt 25% gesunken. Auch die deutsche Bevölkerung soll für eine Radioquote sein. Laut einer Umfrage vom April 2003 wollen 62% der Befragten mehr deutschsprachige Musik im Radio hören. Für die Quote hatte sich 1996 bereits Heinz-Rudolf Kunze ausgesprochen. Weitere Befürworter sind u. a. Udo Lindenberg, Konstantin Wecker und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.
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