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Berlin - Tim Renner, scheidender Deutschland Chef von Universal Music, hat die Online- und Mp3-Strategie der heimischen Musikindustrie kritisiert: "Das Internet ist ein Gottesgeschenk, da jeder Mensch dort Musik nach seinem Geschmack finden kann", sagte Renner. Das Potential sei in der Musikindustrie nicht ausreichend erkannt worden.
Mitte Januar hatte Renner verkündet, bei Universal aufhören zu wollen. Grund dafür wären laut Renner Streitigkeiten mit dem Mutterkonzern in den USA. Der wolle zukünftig nur noch auf angloamerikanische Produktionen setzen, um bessere Geschäftsergebnisse erzielen zu können. Deutsches Liedgut, wie z. B. der Schlager und andere deutschsprachige Interpreten würden dadurch in Nachteil geraten.
Diese Entwicklung sei allerdings eine Chance für kleinere Plattenfirmen, die diese Nischen ausfüllen könnten. So sei mittlerweile die Stunde der Independants gekommen. Renner sieht die Musikindustrie genau wie die Filmindustrie als Rechteverwalter. Im Gegensatz zur Filmindustrie hätten die Manager bei den Plattenfirmen aber noch nicht erkannt, dass das Hauptgeschäft mit der Verwaltung von Rechten zu holen sei.
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