
Cannes - Im vergangenen Jahr hat die deutsche Musikindustrie erneut herbe Umsatzverluste hinnehmen müssen. Um insgesamt 20% sollen die Verkäufe laut Gerd Gebhardt, dem Vorsitzenden des deutschen Phonoverbandes, zurückgegangen sein. Das sei aber nur eine Prognose. Man geht im Zweifel von noch schlechteren Zahlen aus, teilte Gebhardt am Rande der MIDEM-Messe in Cannes mit.
2004 soll es laut Gebhardt weiter bergab gehen. 10% weiterer Umsatzverlust seien durchaus realistisch. Erst ab 2006 rechne er mit einer grundlegenden Trendwende. Seit dem Rekordjahr 1997 habe die deutsche Musikbranche knapp 40% ihres Umsatzes verloren. 2003 erfolgte der größte Umsatzeinbruch aller Zeiten.
Neben der flauen Konjunktur machte Gebhardt erneut das Kopieren von Musik auf CD-Rohlinge für die schlechte Umsatzsituation verantwortlich. Bereits bei nur 30% Umsatz am Geschäft von gebrannten CDs hätte die Branche wieder Spitzenergebnisse, teilte Gebhardt mit. Bereits 2002 seien erstmals mehr CD-Rohlinge gebrannt als herkömmliche CDs verkauft worden.
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