
Berlin - Eine der umstrittensten deutschen Bands hört nach 25 Jahren auf. Grade erst wurde das Abschiedalbum "Adios Böhse Onkelz" veröffentlicht. Die letzte Tournee ist beendet und im Juni 2005 gibt es das allerletzte Konzert der "Böhse Onkelz" am Lausitzring, das schon jetzt ausverkauft ist.
Sänger Stephan Weidner und seine Bandkollegen wollen nicht als "Rock-Opas" enden: "Das fällt uns wahnsinnig schwer, das war nicht nur eine Band, sondern Lebensinhalt. Aber unsere Texte und Messages sind altersbegrenzt und haben ein Verfallsdatum", sagt Weidner. Außerdem hätten sowohl Weidner als auch alle Mitstreiter bereits Familie und wollten sich mehr um ihr Privatleben kümmern.
1980 hatte alles im Keller eines Reihenhauses in Hosbach angefangen. Mit zunächst stark rechtsradikalen Texten erspielte sich die Band eine Fangemeinde im rechten Spektrum. Trotz jahrelanger Distanzierungen wurden die "Onkelz" das rechte Image nie ganz los.
Ihre Platten allerdings verkauften sich seit 1996 regelmäßig mit Gold- oder Platinstatus. Schließlich folgt sogar eine Nominierung für den Echo und ein Auftritt mit den Rolling Stones in Hannover.
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