
Nach Jahren der illegalen Downloads atmet die Musikbranche auf. Erstmals konnte mit mehreren hundert Millionen Dollar wieder zusätzliche hohe Umsätze generiert werden. Der internationale Verband der Phonoindustrie (IFPI) teilte im "Digitalen Musikbericht 2005" mit, dass in den USA z. B. 200 Millionen Titel im Jahr 2004 gegen Bezahlung runtergeladen wurden.
"Die größte Herausforderung für die Musikindustrie war von Anfang an, das Kaufen von Musik leichter zu machen als das Stehlen", sagte der IFPI-Vorsitzende John Kennedy in London. "Dieser Wunsch wird nun Realität", hieß es weiter. Die Steigerungsrate bei den bezahlten Downloads gegenüber 2004 lag bei dem 10fachen.
Websites, die sich mit legalen und kostenpflichtigen Downloads beschäftigen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Zahl sei 2004 von knapp 50 auf über 230 gestiegen, so Kennedy. Der Gesamtumsatz lag bei 330 Millionen Dollar. Schätzungen zufolge soll sich dieser Betrag 2005 mehr als verdoppeln.
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