
Seit der amerikanische Konzern VIACOM 2004 den ersten deutschen Musiksender VIVA aus Köln übernommen hat, sind die Befürchtungen von vielen, dass das deutsche Musikfernsehen im Sterben läge, immer mehr zur Realität geworden. Wie jetzt bekannt wurde, soll das neue Programm durch eine Reform grundlegend anders als das bisheriger sein. So sollen z. B. redaktionell betreute Sendungen bei VIVA größtenteils abgesetzt werden. Ihnen nachfolgen sollen diverse Reality-Formate.
Am 17. Januar wird erstmals die neue Sendung "17", die das abgesetzte "interaktiv" ersetzt, gezeigt. Gleich drei seiner Top-Leute, nämlich Gülcan, Klaas Heuer-Umlauf und Janin Reinhardt, schickt der Sender ins Rennen. Inhaltlich soll sich zum Vorgänger nicht viel ändern. Das "Mitmach-Prinzip" wird beibehalten, ebenso sollen sich die Moderatoren um die Problemchen der Teenies kümmern. Allein das Medium soll sich verändern: Künftig kann man sich per teurer Premium-SMS an die Seelenklempner wenden und nicht wie früher per Telefon zum Ortstarif.
Ein ähnliches Geld-Mach-Konzept verfolgt die Call-In-Show "Liebe, Sex und Video". Hier werden bisher "zensierte Videos" im TV gezeigt. Alle unter 18 werden freundlich gebeten, den Fernseher abzuschalten. Hoffnungsschimmer: Sarah Kuttner darf weiter talken. Und bei ihr gibt es auch Musik! So sind die nächsten Gäste u. a. Tocotronic aus Hamburg.
Eigene Meinung zum Thema? Schreib jetzt einen Kommentar zu VIVA: Neues Konzept mit Sex und Premium-SMS und informiere deine Freunde darüber.
Hinweis: Zum Kommentieren musst du bei Facebook angemeldet und dort eingeloggt sein.
Keine Neuigkeiten mehr verpassen!