
Für US-Sänger Michael Jackson wird es ernst. Der zuständige Richter setzte den kommenden Montag als Beginn des Prozesses fest. Zunächst würden die Eröffnungsplädoyers gehört, hieß es in Santa Maria, Kalifornien. Erst vor wenigen Tagen war die Geschworenenauswahl abgeschlossen worden. Zu den bereits ausgewählten 12 Hauptjuroren wurden jetzt noch 8 Ersatzgeschworene hinzugefügt, falls einer der Hauptgeschworenen ausfallen sollte.
Jacksons Schicksal liegt in den Händen von acht Frauen und vier Männern, die innerhalb von fünf Gerichtstagen schließlich am Mittwoch bestimmt worden waren. Während keiner der Hauptgeschworenen wie der Angeklagte afroamerikanisch ist, befindet sich nach Angaben der "Los Angeles Times" unter den Ersatzjuroren ein 19-jähriger Schwarzer. Er sei aber auf der Liste der potenziellen Nachrücker nur die Nummer sechs, so dass er wohl nicht zum Einsatz kommen wird.
Experten hatten es als Nachteil für Jackson gewertet, dass kein Afroamerikaner in der Gruppe der Hauptjuroren ist. Zwei schwarze Kandidatinnen waren von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden, die wie die Verteidigung das Recht hatte, jeweils zehn Anwärter ohne Angabe von Gründen zurückzuweisen. Laut Umfragen sind schwarze US-Bürger weniger bereit, die Anschuldigungen gegen Jackson zu glauben. Das wäre bei anderen ethnischen Gruppen nicht der Fall.
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