
Die deutsche Musikbranche atmet auf. 2004 ging der Gesamtumsatz um nur noch 3,6% zurück. Im Jahr davor waren es noch über 20% gewesen. Für 2006 werden wieder steigende Umsätze erwartet. Vor allem bei Musik-DVDs gab es sehr starke Zuwächse, Problem würden jedoch weiterhin massenhafte CD-Kopien machen. Angesichts einer verschärften juristischen Verfolgung von Internetdownloads gingen diese massiv von über 600 auf nur noch 382 Millionen Titel zurück.
Seit 1997 hat die deutsche Musikbranche somit um die 40% des Gesamtmarktes verloren. Die aktuelle Entwicklung stimmt jedoch positiv. So gab es im Januar und Februar 2005 sogar ein Umsatzplus. Der relativ neue Internetmarkt, also das Geschäft mit den Downloads, konnte mit einem Anteil vom 0,7% am Gesamtumsatz noch nicht zum Plus beitragen. CD-Alben und Musik-DVDs kurbelten das Geschäft allerdings an.
Im Radio würden deutsche Titel trotz beachtlicher Charterfolge nicht ausreichend gespielt. So lag der Anteil deutscher Songs im Radio bei unter 25%. Unter den 25 meistgekauften Alben 2004 waren allerdings 10 deutsche Künstler oder Bands vertreten. Diese Diskrepanz nehme weiter zu. Der deutsche Phonoverband reagierte mit Unverständnis auf die Politik der Radiosender.
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