
Die Luft für Michael Jackson wird dünner. Im laufenden Prozess wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs wurden jetzt weitere Zeugen der Anklage gehört, die den Musiker schwer belasten. So wollen zwei ehemalige Angestellte des "King of Pop" Jackson dabei beobachtet haben, wie er u. a. mehrere Jungen am ganzen Körper geküsst hat. Einer der Zeugen beschrieb sogar detailliert Kuss-Szenen zwischen Jackson und dem ehemaligen Kinderstar Macaulay Culkin ("Kevin allein zu Haus").
Der frühere Wachmann Ralph Chacon präsentierte der Jury die bisher schwersten Sex-Vorwürfe seit Prozessbeginn. Durch ein Fenster habe er Jackson und einen etwa elfjährigen Jungen nackt in einem Badezimmer gesehen. Der Sänger habe den Jungen am ganzen Körper abgeküsst und oralen Sex vollzogen. Die von Chacon beschriebenen Szenen sollen sich mit einem Jungen abgespielt haben, der 1994 von Jackson eine Millionen-Entschädigung erhielt. Die Vorwürfe des angeblichen Missbrauchopfers führten aber nie zu einem Strafprozess.
Möglicherweise handelt es jedoch eher um einen Racheakt. Beide ehemaligen Angestellten wurden in den 90er Jahren von Jackson entlassen und hatten dagegen geklagt. Den damaligen Prozess verloren jedoch beide. Insofern kann das Motiv hier neben Rache auch Geld sein, da beide Männer vom damals vorsitzenden Richter ihrerseits wegen auf Schadenersatz verurteilt wurden. Der ehemalige Kinderstar Macaulay Culkin hat die Ausführungen, dass er mit Jackson Sex gehabt haben soll, indes vehement bestritten.
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