
Der für den Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson verantwortlich Staatsanwalt Tom Sneddon teilte mit, dass die Beweisführung und die Zeugenbefragungen bereits in der kommenden Woche abgeschlossen werden könnten. Dies gelte allerdings nur unter Vorbehalt. In der kommenden Woche sollte jedoch die letzten Zeugen befragt werden. Der Prozess würde dann bereits neun Wochen andauern.
Es fehlt u. a. noch ein Aussage eines ehemaligen Wachmanns von Jackson, der einen Missbrauch durch den Popstar beobachtet haben will. Dieser Zeuge steht derzeit allerdings in einem Nachbarstaat wegen Raub vor Gericht. Der Leibwächter hatte bereits im vergangenen Jahr vor einer Grand Jury ausgesagt, dass er den Popstar und den Jungen mit Alkohol sah und dass der Teenager auf Jacksons Neverland Ranch einmal betrunken wirkte.
Nach fünf Tagen im Zeugenstand mit teilweise scharfer Befragung durch Michael Jacksons Anwälte hat die Mutter des angeblichen Missbrauchopfers am Dienstag ihre Aussage beendet. Verteidigungsanwalt Thomas Mesereau setzte bis zuletzt seine Strategie fort, die Glaubwürdigkeit der 36-jährigen Frau in Zweifel zu ziehen. Im Kreuzverhör konfrontierte Mesereau die Mutter des jetzt 15-jährigen mit Fotos, auf denen die Frau mit blauen Flecken zu sehen ist. Nach Aussage der Zeugin stammten die Verletzungen von Misshandlungen durch Wachmänner einer Kaufhauskette. Mit einer Klage wegen Körperverletzung hatte sich die Mutter im Jahr 2000 eine Entschädigung in Höhe von 150.000 US-Dollar erstritten.
Jackson (46) ist angeklagt, den damals 13-jährigen Jungen auf seiner Ranch sexuell missbraucht und ihn dafür mit Alkohol gefügig gemacht zu haben. Zudem muss er sich wegen Verschwörung zur Entführung und Freiheitsberaubung verantworten.
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