
Im Prozess gegen Michael Jackson wegen angeblichem Kindesmissbrauchs wurde der Sänger erneut belastet. Die Mutter eines vermeintlichen Opfer habe Jackson vorgeworfen, dass er mit seiner vorgegebenen Kinderliebe die Welt zum Narren halten würde. Jacksons Anwalt hatte die Frau, die als Schlüsselzeugin der Anklage gilt, zum zweiten Mal ins Kreuzverhör genommen. Sie behauptete, dass Jackson nicht das sei, was er die Welt von sich glauben ließe. Ihm ginge es nicht darum, sich um Kinder zu kümmern, sondern darum, was er mit den Kindern tue. Das sei "kriminelles Verhalten".
Den Gerichtssaal versetzte die Frau mit ihrer Aussage in Staunen, sie habe Angst gehabt, dass Jackson ihre Kinder in einen Heißluftballon stecken, in den Himmel aufsteigen und so verschwinden lassen würde. Jackson-Verteidiger Mesereau fragte die Zeugin daraufhin, ob sie die örtlichen Sheriffs über diese Sorge informiert habe. Daraufhin antwortete sie, die Sache mit dem Ballon sei nur eine der Varianten gewesen, mit denen die Angestellte von Jackson das Verschwinden ihrer Kinder angedroht hätten.
Laut Anklage soll Jackson die Frau und ihre Familie auf seiner "Neverland"-Ranch gegen ihren Willen festgehalten haben. Die Verteidigung versuchte dagegen, die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu untergraben. So konnte Jacksons Anwalt nachweisen, dass die Frau im Jahr 2000 bei einem Prozess wegen sexueller Belästigung unter Eid gelogen hatte. Sie erstritt damals 152.000 US-Dollar.
Im Falle einer Verurteilung drohen dem einstigen "King of Pop" bis zu 20 Jahre Haft. Der 46-jährige Sänger bestreitet alle Vorwürfe.
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