
Das Thema Tauschbörsen und illegale Musik-Downloads bleibt ein heißes Thema. Obwohl die Musikindustrie weltweit hart gegen illegale Downloads vorgeht, ist das Gesamtaufkommen nicht bedeutend gesunken. Lediglich bei den ehemals großen Anbietern wie KaZaA oder Grokster haben sich die Nutzerzahlen im letzten Jahr nahezu halbiert. Dennoch werden immer noch sehr viele Titel illegal getauscht. Die Nutzer zeigen sich in der vergangenen Zeit zunehmend flexibler und weichen auf andere Angebote aus.
Zur Zeit sollen laut einer Studio 870 Millionen nicht autorisierte Musikdateien im weltweiten Datennetz erhältlich sein. 87% davon findet man in den zahlreichen P2P-System, der Rest wird auf öffentlichen Websites angeboten. Während System wie KaZaA und Grokster Nutzerrückgänge verzeichnen, ist die Zahl der Kunden beim populären eDonkey-System konstant geblieben. Bei LimeWire und Bearshare stiegen die Nutzerzahlen sogar. Diese Systeme greifen im Gegensatz zu KaZaA und Grokster, die die FastTrack-Datenbänke nutzen, auf das Gnutella-Netzwerk zu.
Die amerikanische Vereinigung der Musikindustrie RIAA bringt die aktuelle Situation auf den Punkt: In der von Apple mit seinem legalen Dienst iTunes benötigten Zeit für 300 Millionen verkaufte Downloads wurden via P2P über 60 Milliarden illegale Downloads getätigt. Die Diskrepanz zwischen legalen und illegalen Angeboten sei also nach wie vor sehr groß. Zunehmend würden im Internet außerdem auch Filme "getauscht". Obwohl die Filmindustrie wichtige Knotenpunkte schließen konnte, läge das aktuelle Aufkommen bei bis zu 30% des weltweiten Datenverkehrs.
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