
Sänger Michael Jackson wurde im Missbrauchsprozess gegen ihn erneut entlastet. Mehrere ehemalige Angestellte gaben an, dass sie niemals gesehen hätten, wie Jackson Kindesmissbrauch oder Freiheitsentzug betrieben hätte. Die Entlastungszeugen hätten ebenso nie den Eindruck gehabt, dass die Mutter des Hauptklägers gegen ihren Willen auf der Neverland Ranch festgehalten wurde.
Eine von Jacksons leitenden Angestellten beschrieb das angebliche Missbrauchsopfer und dessen Bruder als "missratene Kinder", die die Ranch mit Müll verunstaltet und ohne Erlaubnis mit einem Golfwagen über das Gelände gefahren seien. Ebenso widersprach auch sie der Darstellung, dass die Familie des Klägers gegen ihren Willen auf der Ranch des Sängers festgehalten wurden.
Auch der Ranchverwaltung widersprach der Festhaltungsthese. Er habe die Familie des Klägers oft mit dem Wagen zu Terminen gefahren. Dabei hätten diese niemals versucht, sich abzusetzen oder "zu entkommen". Eine weitere Entlastungszeugin beschuldigte eine Zeugin der Anklage des Diebstahls, da sie mehrfach Wertgegenstände aus dem Besitz von Michael Jackson geklaut haben soll.
Die Vernehmung der Entlastungszeugen soll nach Angaben Jacksons Sprecherin noch 8 bis 10 Wochen dauern. Jackson leide sehr unter dem Prozess und sei gesundheitlich sehr angeschlagen. Auch psychisch ginge es dem Sänger wegen der in seinen Augen unrichtigen Anschuldigungen sehr schlecht. Jackson ist angeklagt, vor zwei Jahren einem damals 13-jährigen Jungen Alkohol eingeflößt und ihn sexuell missbraucht zu haben. Bei einem Schuldspruch drohen dem Popstar bis zu 20 Jahre Gefängnis.
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