
US-Rapperin Lil' Kim hat am gestrigen Montagabend ihre einjährige Haftstrafe in einem Bundesgefängnis in Philadelphia angetreten. Dort sind außer ihr über 1.100 andere Gefangene untergebracht. Entgegen ihrer Hoffnung wurde Lil' Kim nicht ein Gefängnis-Lager eingewiesen. Dort herrschen geringere Sicherheitsstufen. "Ich bin mir nicht sicher, ob dies einer fairen Behandlung entspricht", sagte sie einem amerikanischen HipHop-Magazin.
Seit Lil' Kim wegen Meineids schuldig gesprochen wurde, hat sich die Rapperin zu einem "Arbeits-Zombie" entwickelt. Sie sei bis heute praktisch gar nicht mehr aus dem Plattenstudio rausgekommen, erklärte sie. Die Arbeiten zu ihrem neuem Studio Album mit dem Titel "The Naked Truth", das am 27. September in den USA erscheinen soll, seien ohne größere Schwierigkeiten abgeschlossen worden.
Im Gefängnis wolle Lil' Kim vor allem Musik-Texte schreiben, viel lesen und "regelmäßig beten". Die Rapperin hatte in einem Prozess 2004 unter Eid Falschaussagen gemacht, um in eine Schießerei verwickelte Freunde zu schützen. Dieser Meineid wurde ihr nachträglich zum Verhängnis. Jegliche Bemühungen, die Haftstrafe auf Bewährung aussetzen zu lassen, waren zudem gescheitert.
Lil' Kim ist die erste prominente weibliche Rapperin, die verurteilt wurde und deswegen ins Gefängnis muss. Bei vielen ihrer männlichen Kollegen gehört der Aufenthalt im Knast in bestimmten Kreisen dagegen schon fast zum guten Ton.
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