
Die kostenlose Internet-Tauschbörse Grokster hat nach einem langjährigen Gerichtsstreit mit US-Musikkonzernen aufgegeben. Grokster schrieb heute auf seiner Website, dass es legale Dienste für das Überspielen von Musik und Filmen gebe. "Dieser Dienst ist es nicht", hieß es weiter. Grokster hofft, dass man nun bald über einen sicheren und legalen Dienst verfügen kann. Mit Grokster war es Nutzern bisher möglich, urheberrechtlich geschützte Musik und Filme kostenlos auszutauschen.
Das Unternehmen reagierte auf eine Entscheidung des obersten amerikanischen Bundesgerichts. Dieses hatte im Juli entschieden, dass die Nutzung solcher Dienste zum Austausch von urheberrechtlich geschütztem Material illegal ist. Der Verband der Musikbranche RIAA (Recording Industry Association of America) begrüßte den Vergleich. Die großen Musikfirmen hatten Grokster gemeinsam mit anderen einschlägigen Internet-Firmen vor drei Jahren wegen Urheberrechts-Verstößen verklagt. "Es ist ein wichtiger Meilenstein", hieß es vom Verband.
Grokster hat sich nach einem Bericht in der Online-Ausgabe der "New York Times" auch bereit erklärt, bis zu 50 Millionen Dollar (42 Mio Euro) Schadenersatz zu leisten. Die Musikbranche macht den illegalen Online-Austausch von urheberrechtlich geschützter Musik für die jahrelang schwachen Musik-Verkäufe verantwortlich.
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