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01.02.2006

Neue Zahlen: iTunes gegen Musicload

Neue Zahlen: iTunes gegen Musicload | Musik News
Neue Zahlen
iTunes gegen Musicload

Seit seinem Start dominiert iTunes von Apple den weltweiten Musikmarkt und gibt die Marschrichtung vor. In Deutschland allerdings leistet Musicload von T-Online heftigen Widerstand und will laut eigenen Angaben sogar nationaler Marktführer sein. Dies machte Musicload in der letzten Woche mit aktuellen Zahlen deutlich. Der Darstellung, dass Musicload den deutschen Download-Markt dominiert, widerspricht iTunes jetzt und behauptet seinerseits, 2005 knapp Musicload gelegen zu haben.

T-Online hatte den Verkauf von 15 Millionen Songs durch Musicload gemeldet und gleichzeitig auf eine Statistik des Branchenverbands IFPI verwiesen, wonach im deutschen Markt insgesamt 21 Millionen Songs online verkauft worden seien. Branchenkenner zweifelten jedoch an der IFPI-Zahl, denn neben Apple und T-Online gibt es mit AOL und MSN mindestens noch zwei weitere Anbieter auf dem Markt, die ebenfalls für einen Millionen-Absatz gut sind. Zieht man aber von der IFPI-Zahl die 15 Millionen Songs von T-Online ab, wäre für die gesamte T-Online- Konkurrenz nur ein Volumen von sechs Millionen Titel übrig geblieben.

Wegen dieser Ankündigung sah sich iTunes Deutschland im Zugzwang. Erstmals seit Bestehen des Shop gab Apple deswegen konkrete Zahlen heraus und nannte mit 15,5 Mio. verkauften Downloads für 2005 eine etwas höhere Zahl als T-Online für Musicload. Der Branchenverband IFPI sorgte am Montag dann für Aufklärung: Die von T-Online zitierte Zahl von 21 Millionen Songs sei in einer Schätzung für online verkaufte Single- Titel ermittelt worden: ''Musikstücke aus Verkäufen von kompletten Alben sind dabei nicht berücksichtigt worden'', sagte IFPI-Wirtschaftsreferent Johann-Friedrich Brockdorff in Berlin. Dies erkläre den vermeintlichen Widerspruch. Gesamtzahlen werde der Verband am 21. März vorlegen. Zuvor hatten bereits Branchenexperten darauf hingewiesen, dass die Zahl von 21 Millionen Songs für den gesamten deutschen Online-Musikmarkt zu niedrig sei.

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