
Die Eurovision Song Contest-Gewinner um Monsterrocker Lordi werden sich bald zwischen ihren Monstermasken und der finnischen Präsidentin entscheiden müssen. Grund ist die Absicht des Staatsoberhaupts, die Band zu Ehren des Sieges beim ''Schlagerwettbewerb'' vergangenen Samstag in Athen am 6. Dezember zum finnischen Unabhängigkeitstag einzuladen. Die Präsidentin will die Musiker allerdings nur einladen, wenn sie unmaskiert erscheinen.
Für Lordi und seine Band könnte das zum Problem werden, denn nicht erst seit dem Gewinn des Eurovision Song Contest betonen alle Bandmitglieder stets und vor allem vehement, dass sie sich auf keinen Fall jemals ohne ihre Masken zeigen würden: ''Die Masken, das sind wir'', sagt Chef-Rocker Lordi. Der 32-jährige, der eigentlich Tomi Putaansuus heißt, findet, ''dass die Personen dahinter nicht interessieren.''
Unterdessen gehen die Diskussionen um Sinn und Unsinn des Wettbewerbs weiter. Immerhin wird Lordi mit verantwortlich gemacht für die guten Einschaltquoten. Über 10 Millionen Menschen sahen das Spektakel im TV. Kritiker dagegen sehen die Tradition des eigentlich musikalischen gemeinten Contest bedroht. So ginge es vorrangig um die Musik, nicht aber um auffällige Bühnenshows und Attraktionen.
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