
Ermüdungserscheinungen bei Deutschlands größter Casting-Show DSDS (Deutschland sucht den Superstar). Die verbliebenen acht Kandidaten konnten bei der Samstagabend-Show von RTL nicht überzeugen. Im Gegenteil: Eher gelangweilt spulten Mark Medlock, Lisa Bund, Thomas Enns und Co. ihre einstudierten Songs runter und sorgten so für Gähnen vor dem Fernseher. Und wer die zweistündige Show vor der heimischen TV-Gerät ohne einzuschlafen überlebte, dem wurde bei der anschließenden Entscheidung von Moderator Markus Schreyl mit künstlich in die Länge gezogenen Warteschleifen der Rest gegeben.
Da hielt es auch Favorit Mark Medlock fast nicht mehr aus: "Mach's net so spannend", schrie er den RTL-Moderator mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung an. Und Medlock ist kein Einzelfall. Mitfavoritin Lisa Bund ist schon seit zwei Wochen nicht gut drauf, weil sie sich von ihrem Kollegen bei DSDS nicht verstanden fühlt und mit ihrer direkten Art immer wieder aneckt. Thomas Enns wirkte eine Woche nach dem Aus für seinen kleinen Bruder wie eine Marionette und auch der Rest der Teilnehmer konnte nicht wirklich überzeugen.
Da halfen auch keine Sprüche von Dieter Bohlen, denn sogar der war weit unter seiner gewohnten Tagesform und musste sich mit Uralt-Sprüchen wie "Hast du einen Revolver in der Hose oder freust du dich nur, mich zu sehen?" über Wasser halten. Gleiches galt übrigens für die komplette Jury, die ebenfalls mehr oder minder lustlos das Abendprogramm abspulte. Bei RTL klingelten deshalb schon die Alarmglocken, denn die Quote der dritten Mottoshow war unabhängigen Messungen zufolge nicht berauschend.
In zwei Wochen muss DSDS dann mit der vierten Mottoshow erstmals gegen "Wetten, dass...?" antreten. Dann darf man auf die Quote noch viel gespannter sein.
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