
"Wisst ihr, was der Unterschied zwischen euch und einem Eimer Scheiße ist? Der Eimer!" Vor allem beim jungen Publikum kommt Dieter Bohlen mit Sprüchen wie diesem gut an. Genau das kritisiert aber die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), die RTL nun in die Schranken gewiesen hat. Die KJM beschloss, dass zumindest in den Wiederholungen am Nachmittag gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen werde. Offiziell heißt es: "Beleidigende Kommentare der Jury sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten waren geeignet, die Entwicklung von Kindern unter 12 Jahren zu beeinträchtigen."
Im Klartext bedeutet das so etwas wie die Rote Karte für Dieter Bohlen und Co. RTL sieht die Sache zwar nicht ganz so verschärft, räumt jedoch ein, dass Dieter Bohlen Kandidaten in "zum Teil grenzwertiger Weise bewerte". Die Vertreter der Sendeanstalt vertreten den Standpunkt, dass es bei "Deutschland sucht den Superstar" in erster Linie um Unterhaltung gehe, und die Darsteller selber ganz genau wüssten, auf was sie sich einließen.
Und weil man sich aber mit offiziellen Institutionen nicht streiten sollte, geben die Macher von "Deutschland sucht den Superstar" jedenfalls in sofern klein bei, als dass es zukünftig zumindest in den Wiederholungen am Nachmittag eine entschärfte und somit jugendgerechte Version der Sendung geben werde. Für den Abend ist allerdings alles im Grünen Bereich und Dieter Bohlen braucht auch zukünftig kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
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