Swing-Sänger Roger Cicero stellt mit "Frauen regier'n die Welt" den deutschen Song für den Eurovision Song Contest 2006 am 12. Mai im finnischen Helsinki. Die favorisierte Girlband "Monrose" konnte nicht gewinnen. Grund dafür scheint die allgemeine Zuschauerflaute beim diesjährigen Zuschauerentscheid zu sein. Speziell die jüngeren Zuschauer blieben aber dieses Mal extrem aus.
Nur etwa 500.000 der insgesamt 4,6 Millionen Zuschauer gehörten der für Monrose wichtigen Zielgruppe der unter 30-Jährigen an. Dagegen nahm die Quote bei den älteren TV-Guckern zu. Beste Voraussetzungen also für Roger Cicero, der letztendlich mit seinem modernen Swing das Rennen machte. Für den ausrichtenden ARD ist die Gesamtquote von nur 14,8 Prozent allerdings enttäuschend. Zum Vergleich: 2004 lag die Quote noch bei 28,4 Prozent. Der Event konnte verglichen mit 2006 allerdings in Sachen Zuschauerzahlen zulegen.
Die meisten Zuschauer kamen aus der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen. Auffallend ist auch, dass gestern nach Quotenangaben mehr Leute mit einem formal höheren Bildungsstand zusahen. So lag der Anteil der Abiturienten bei fast 20 Prozent. Der Anteil der Zuschauer mit Haupt- oder Realschulabschluss lag nur bei 14,5 Prozent. Zudem war auch der Anteil der weiblichen Zuschauer deutlich größer. Ein Grund vielleicht, warum Swing-Sänger Roger Cicero so gut abschneiden konnte.

