Du bist hier » Musik News » Phil Spector: Aussage ist widersprüchlich |

Es bleibt weiter spannend im Mordprozess Phil Spector. Nachdem die öffentliche Anklage auf reichlich Interesse in der amerikanischen Öffentlichkeit gestoßen war, bleiben nun auch die medienwirksamen Verhörmethoden nicht aus. Ziel des Kreuzfeuers: Spectors erster Belastungszeuge, sein Chauffeur Adriano DeSouza.
Spector wird bekanntlich vorgeworfen, er habe die Schauspielerin Lana Clarkson mit einem Schuss in den Mund getötet. Er selber bestreitet das und behauptet, es sei ein tragischer Unfall gewesen. Die Aussage seines Chauffeurs hatte ihn bislang jedoch schwer belastet. Angeblich sei der Angeklagte nämlich mit blutverschmierten Händen aus dem Haus gelaufen, und habe gesagt: "ich glaube, ich habe jemanden getötet."
Genau diese Aussage, nahm die Verteidigung jetzt unter die Lupe. Spectors Anwalt Bradley Brunon legte ein polizeiliches Protokoll vor, aus dem hervorgeht, dass DeSouza wegen seiner schlechten Englischkenntnisse nicht sicher war, was genau Spector zu ihm sagte. Der Chauffeur habe zu Protokoll gegeben, er sei sich nicht sicher, ob er alles richtig verstanden habe, da er der englischen Sprache noch nicht ganz mächtig sei. Ein gefundenes Fressen für die Verteidigung. Sie legte dem Brasilianer ein weiteres Protokoll vor, in dem er statt des Wortes "getötet" ein weniger eindeutiges "erschossen" gesagt habe. Die Verhandlungen laufen.
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