
"Du findest mich im Club, mit ner Flasche voll Champagner...Guck mal Kleine, ich hab Ecstasy, falls du auf Drogen stehst...Ich stehe auf Sex, ich stehe nicht darauf, Liebe zu machen." Mit Texten wie diesen schaffte es das ehemalige Ghetto-Kid 50 Cent bis an die Spitze. Sein Vermögen wird derzeit auf etwa 50 Millionen Dollar geschätzt. Dass gerade ärmeren Jugendlichen dieser Werdegang imponiert, ist kein Zufall.
Gewaltverherrlichung, Drogenkonsum und Sexismus sind die Schlagworte, mit denen die Kirche jetzt gegen 50 Cent vorgehen will. Aber der Rapper steht nicht allein am Pranger der religiösen Gemeinschaft. Auch Snoop Doog, Nelly und Ludacris sind den Gläubigen ein Dorn im Auge. Ein Mitglied der Gemeinde sagt: "Wenn wir die Gewalt und die Verachtung von Frauen stoppen wollen, müssen wir gegen jegliche negative Form, auch gegen die Musikindustrie, kämpfen."
Für den Kampf gegen die Plattenbosse sind die religiösen Anhänger sogar auf der Strasse aktiv. Die Saint Sabina Kirche stellte kurzerhand zehn Plakattafeln mit der Aufschrift "Hört auf, Müll zu hören" auf, und hofft auf entsprechende Resonanz. Immerhin haben es die Verfechter von Würde und Anstand schon bis in die Medien gebracht. 50 Cent hat sich bislang aber noch nicht zu der Aktion geäußert.
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