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Auf Spießer kann Nena so gar nicht. Das ließ die Sängerin bei einem Überraschungsauftritt auch lauthals verkünden. "Ey, ihr Krawattenträger, seid nicht so steif." brüllte sie in die völlig verdutze Menge. Das wollten sich die "Allianz"-Mitarbeiter nicht gefallen lassen und klagten. Am Montag kam es dann zum Prozess, zu dem Nena allerdings nicht erschienen war. Für sie war ihr Anwalt gekommen, der der Gegenseite als Entschädigung einen Vergleich über 15.000 Euro als Spende anbot. Die "Allianz" beharrte aber auf den geforderten 20.000 Euro.
Nenas Anwalt erklärte in seiner Rede, dass es zwischen Nena und ihrem Publikum einfach nicht gepasst habe. Er sagte wörtlich: "Wenn ich mir die Leute angucke, die hier als Zeugen gesessen haben, dann ist das natürlich ein anderes Publikum, als Nena normalerweise anspricht." Weiter stichelte er, die Allianz solle sich überlegen, ob sie beim nächsten mal nicht lieber Heino engagieren sollte.
Die besagten Zeugen gaben zuvor zu Protokoll, Nena habe während ihres höchstens 45-minütigen Auftritts nur vier bis fünf Lieder gesungen. Ansonsten habe sie bloß geschwafelt. Andere wollen gesehen haben, dass sie getorkelt sei, und gelallt habe. Auch ihre Performance sei miserabel gewesen. Nena habe kein Lied zu Ende gesungen, so dass knapp die Hälfte der rund 500 Gäste geradezu geflüchtet seien. Dafür habe die Hamburgerin dann auch noch 100.000 Euro kassiert. Nena selbst hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.
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