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Kleiner Mann ganz groß. Wenn Prince die Bühne betritt, spielen Körpermaße keine Rolle – Voraussetzung ist natürlich, dass er sie betritt. Fans des Purple Rain-Sängers warteten hingegen eine halbe Ewigkeit auf ihren Star, der an besagtem Abend in Minneapolis auftreten sollte. Hier ist es Gesetz, dass nach 3 Uhr nachts absoluter Zapfenstreich herrschen muss. Das bedeutet auch, dass bis zu der Zeit die Bars und Clubs geräumt werden müssen.
Diese Regelung sollte auch Prince geläufig sein, immerhin handelte es sich hier um seine Heimatstadt. Daher hätte er es auch nicht mit schnödem Verlaufen rechtfertigen können, dass der Sänger erst um viertel vor drei die Bühne des Clubs betrat. Darum tat Prince einfach so, als wäre nichts passiert und spielte sein Set herunter wie gehabt. Hinter den Kulissen ging es derweil rund. Der Veranstalter bekam Besuch von der Polizei und musste die nicht eingehaltene Nachtruhe erklären. Nach einigen Hinhaltemanövern hatten die Gesetzesvertreter allerdings endgültig die Nase voll und drehten Prince kurzerhand den Strom ab.
Der war außer sich vor Wut und pöbelte vor sich hin. Schließlich ging er mit den Worten: "Die Staatsgewalt sagt, wir müssen aufhören. Und wir tun immer, was die Staatsgewalt sagt. Aber ich verspreche, ich komme wieder." Der Einsatzleiter rechtfertigte sein Handeln so: "Wegen Prince mussten mindestens 20 Polizisten da draußen Überstunden machen. Immerhin mussten die Straßen um den Club wegen ihm abgesperrt werden. Wenn Prince glaubt, er könne uns dann auch noch auf der Nase herumtanzen, dann hat er sich geschnitten. Wir werden dieses arrogante Verhalten nicht akzeptieren. Popstar hin oder her - das Gesetz gilt für Jeden."
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