
Bushido ist allgemein bekannt für seine provokanten Texte. Homosexuellenfeindliche und gewaltverherrlichende Aussagen in seinen Songs sind immer wieder kontrovers diskutiert worden. Trotzdem oder gerade deshalb kommt der Rapper bei seiner Zielgruppe extrem gut an. Kein Preis, den Bushido noch nicht gewonnen hat. Jetzt will Anis Mohammed Yussuf Ferchichi, so Bushidos bürgerlicher Name, offensichtlich sein Image reinwaschen.
Den Herd von innen heraus zu bekämpfen, scheint die Strategie der Veranstalter von "Schau nicht weg!" zu sein. Denn gerade gewaltbereite Jugendliche fahren auf die Musik deutscher Gabgsta Rapper wie Bushido ab. Wenn der sich nun auf die Bühne stellt, um sich gegen Gewalt an Schulen auszusprechen, sollte das seine Wirkung nicht verfehlen.
Bushido ist nicht allein. Mit ihm treten bei dem sechsstündigen Konzert am Brandenburger Tor auch noch andere Künstler wie Mia, Sarah Connor oder "US5" auf. Auf die Frage, warum er sich dem Musikmarathon am 25. August angeschlossen habe erklärte der Rapper: "Ganz einfach, weil Gewalt eben nicht korrekt ist. Als Künstler muss man für die Jugendlichen doch ein Vorbild sein." Man darf gespannt sein, wie lange diese Erkenntnis reicht.
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