Elton John gehört zu den Urgesteinen der Poplandschaft. Sich den Mann mit der Brille wegzudenken fällt schwer. Ihm selber rückte dieser Gedanke im Laufe seiner Laufbahn aber näher, als die meisten vermutet hätten. Zwar gilt Sir Elton John eher als sensibel, aber dass er besonders in den Siebzigern unter schweren Depressionen litt, wussten die Wenigsten.
Der Grund dafür waren unter anderem die jahrelange unterdrückte Homosexualität des Sängers und die bevorstehende Scheinehe mit Linda Woodrow. Das ganze machte Elton John so fertig, dass er seinem Leben 1968 sogar ein Ende machen wollte. Er steckte den Kopf in den Gasherd und legte den Schalter um. Gott sei Dank hatte er zuvor das Fenster geöffnet und den Herd nur auf niedrigste Stufe gestellt. So konnte der damals 21-Jährige noch rechtzeitig von seinem Freund und Songschreiber Bernie Taupin gerettet werden.
Diese und andere Ereignisse aus dem Leben von Sir Elton John kann man in der neuen Enthüllungsbiografie des Musikers nachlesen. Allerdings sollte man sich auf viele Tränen des Autors einstellen. Wäre Elton John jedoch nicht so sensibel, hätte er seine Balladen wohl auch nicht mit dieser speziellen Inbrunst singen können.

