Respekt vor einer Soullegende sucht man im Streit um James Browns Nachlass wohl vergebens. Jetzt tauchen immer heftigere Nachrichten auf, eine entwürdigender als die nächste. Kürzlich meldete sich einer von James Browns Testamentverwaltern vor Gericht. Er legte den Richtern einen Scheck über 350.000 Dollar auf den Tisch und gab zu, sich vom Erbe des Sängers bereichert zu haben.
Auch die rechtmäßigen Erben wissen bis heute nicht, was ihnen eigentlich zusteht. Zumal sich auch erst seit kurzem herausgestellt hat, dass James Brown noch zwei weitere Kinder und auch schon Enkel hatte. Von denen habe er allerdings bis zu seinem Tod nichts gewusst. Außerdem habe die Soullegende immer nach dem Grundsatz "Über Geld spricht man nicht, man hat es" gelebt. Sicher ist nur, dass er in seinen letzten Jahren über ein monatliches Taschengeld von 100.000 Dollar verfügt haben soll.
Da kann man als Witwe schon einmal gierig werden. Laut Testament soll das persönliche Eigentum des Sängers nämlich unter seinen Enkeln aufgeteilt werden. Das will seine letzte Frau Tomi Rae Hynie jedoch verhindern. Sie fordert zurzeit die Hälfte des Erbes und hat eine Einigung unter James Browns Nachwuchs bislang verhindert. Was mit dem Teil des Vermögens geschieht, das James Brown für wohltätige Zwecke zurückgelegt hatte, steht ebenfalls in den Sternen.

