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Der Sponsor hat die Macht. Das bekamen jetzt auch die Altrocker von Pearl Jam zu spüren. Die Indie-Urväter standen gerade auf der Bühne des Lollapalooza-Festivals in Chicago, als ihnen angeblich versehentlich das Sprachrohr zugedreht wurde. Die Hintergründe: Sänger Eddie Vedder hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschenauflauf mit ein bisschen Kritik gegen George W. Bush zu unterhalten.
Sein politisches Statement verpackte er in dem Pearl Jam Song "Daughter" und zur Musik von Pink Floyds "Another Brick In The Wall". Für die Fans auf dem Festivalgelände waren die sozialkritischen Zeilen ein Highlight des Tages. Nicht so für die Zuschauer der Internet-Liveübertragung die der Hauptsponsor, der Kommunikations-Riese AT&T, zur Verfügung stellte.
Rein zufällig, so argumentieren jedenfalls die Sprecher der Firma, sei es während des Pearl Jam Auftrittes zu Übertragungsstörungen gekommen. Dass die Tonausfälle gerade bei Zeilen wie "Bush, lass diese Welt in Ruhe" oder "Bush, such Dir ein anderes Zuhause" passierten, habe nicht im Geringsten etwas mit Zensur zu tun gehabt. Da aufgebrachte Fans dieser Aussage allerdings wenig Vertrauen schenkten, will der Konzern den Videoclip jetzt mit vollem Ton auf seiner Seite zur Verfügung stellen.
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