Du bist hier » Musik News » Phil Spector: Knast oder Freispruch? |

Jetzt wird es noch einmal Ernst im Fall Phil Spector. Der berühmte Musikproduzent kann von nun an nur noch auf das Urteil der Geschworenen hoffen. In dessen Hände übergab Richter Larry Fidler jetzt den seit Monaten verhandelten Fall. Spector wird beschuldigt, die Schauspielerin Lana Clarkson im Februar 2003 erschossen zu haben, er selbst spricht von Selbstmord.
5 Monate hatte Spector versucht, die Geschworenen von seiner Unschuld zu überzeugen. Der Staatsanwalt hält den Produzenten trotzdem eindeutig für schuldig. Nach seiner Auffassung soll Spector Lana Clarkson aus Wut über eine Abfuhr getötet haben. Verteidigerin Linda Kenney-Baden bekräftigte, Clarkson habe sich wegen ihres Misserfolgs als Schauspielerin selbst umgebracht. Sie plädierte auf Freispruch.
Während des Prozesses waren fast 80 Zeugen gehört worden. Fünf Frauen berichteten beispielsweise davon, dass Spector sie mit einer Waffe bedroht habe. Außerdem gab der Chauffeur des Musikproduzenten an, der 67-Jährige habe ihm persönlich gestanden, Clarkson erschossen zu haben. Die Verteidigung präsentierte dagegen eine Freundin der Toten, die von Selbstmordabsichten der Schauspielerin berichtete. Auch ein Gerichtsmediziner schloss in seinem Gutachten Selbstmord nicht aus. Im Fall einer Verurteilung drohen Spector 15 Jahre Haft. Derzeit ist er gegen eine Kaution ihn Höhe von einer Million Dollar auf freiem Fuß.
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