Du bist hier » Musik News » Phil Spector: Keine Einigung im Mordprozess |

Der Fall Phil Spector nimmt kein Ende. Der Mordprozess gegen den US-Musikproduzenten ist an der Uneinigkeit der Geschworenen gescheitert. Richter Larry Paul Fidler hatte den Prozess vertagt. Die zwölf Mitglieder der Jury hatten ihm am Mittwoch (Ortszeit) mitgeteilt, dass ihre Beratungen aussichtslos festgefahren seien. Jetzt muss Spector in einem neu aufgenommenen Verfahren noch einmal aussagen. Solange ist der Musikmogul weiterhin auf freiem Fuß. Nach einer früheren Millionenschweren Kautionszahlung kann sich der Produzent noch frei bewegen.
Sollte Spector allerdings später für schuldig erklärt werden, drohen ihm 15 Jahre Haft, und das nur, wenn es gut läuft. Auch eine Forderung auf Lebenslänglich sprach die Staatsanwaltschaft aus. Für ein Urteil wäre aber eine Einstimmigkeit nötig gewesen. Offenbar stand es zehn zu zwei, wobei nicht klar wurde, ob die Mehrheit Spector für schuldig oder für unschuldig hielt. Ganze vier Monate dauerte der Indizienprozess gegen den früheren Beatles-Produzenten.
Mehr als 70 Zeugenaussagen wurden den neun Männer und drei Frauen der Jury vorgeführt. Mit Hilfe von Blutspuren und anderen Indizien am Tatort hatte die Anklage Spector als Täter dargestellt, der eine geladene Pistole in Clarksons Mund hielt und abdrückte. Die Verteidigung beharrte darauf, die Frau habe Selbstmord begangen.
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