
Wer hätte gedacht, dass die Worte Bob Dylan, Gemälde und Chemnitz jemals in einem Atemzug genannt werden. Viele haben ja noch nicht einmal gewusst, dass sich der Musiker auch auf der Leinwand verewigt hat. Dass die Welt jetzt auf Chemnitz schaut, hat die eher triste Stadt einer gewitzten Museumsleiterin zu verdanken.
"Wer so bildhaft und abstrakt mit Sprache arbeitet, der zeichnet vielleicht auch", dachte sich Ingrid Mössinger eines Tages. Ein kluger Gedanke, denn bislang war noch niemand vor ihr auf die Idee gekommen, den Sänger auf seine Werke anzusprechen. Als sich die Chemnitzerin an Dylans Management wandte, antwortete dies jedoch völlig unerwartet: "Bob Dylan ist an einer Ausstellung interessiert."
Seit Samstag strömen die Besucher nun in die Kunstsammlungen. 1100 waren es allein bei der offiziellen Eröffnung, gestern kamen noch einmal 900. "Die Resonanz ist sehr, sehr gut. Man hat den Eindruck, die Leute hätten der Ausstellung regelrecht entgegengefiebert", hieß es. Gezeigt werden Aquarelle und Bleistiftzeichnungen aus der Reihe "Drawn Blank Series". Also auf nach Chemnitz.
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