
Jetzt wird es autobiografisch. In seiner neuen Single "Reich mir nicht deine Hand" erzählt Bushido seine ganz eigene und sehr persönliche Geschichte. In dem Song geht es um seinen leiblichen Vater, der die Familie schon früh verlassen hat. Der damals Dreijährige konnte es nicht verstehen, warum sein Vater nicht mehr da war. Heute klagt Bushido seinen Erzeuger an und sagt, er beginne sein Gesicht zu hassen. Aber man erfährt noch weitere Details aus dem Leben des Rappers.
Mit 26 Jahren suchte er seinen Vater in dessen Wohnung auf, um ihn zu Rede zu stellen. Aber anstelle einer gefundenen Vaterfigur wurde Bushido nur enttäuscht. Im Text heißt es: "Hör auf mich anzuflehen. Du hast gesagt, Mama hätte sich von dir getrennt. Wenn du besoffen warst, warst du wie ein fremder Mensch. Es tut dir jetzt bestimmt nicht leid." Bushido rappt sich mal wieder den Frust von der Seele. Ob man so private Dinge allerdings in die Öffentlichkeit tragen sollte, oder ob man seine Probleme nicht besser auf der Couch besprechen sollte, sei dahingestellt.
Sicher ist natürlich, dass man für einen Psychiater viel Geld bezahlen muss. Für eine erfolgreiche Single bekommt man hingegen Kohle. In dem Song sagt Bushido weiterhin, er halte seinen Vater für wenig erwachsen. Möglicherweise ist Bushido allerdings ebenso unreif, denn sonst hätte er seinem Erzeuger zumindest eine zweite Chance geben können, als noch einen drauf zu setzen. Aber der Rapper ist ja bekannt für seine schwarz-weiß Malerei, und Grauzonen gibt es für ihn offenbar nur im Gesetzbuch.
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