Noch nie wurde über den Grand Prix so viel diskutiert, wie im letzten Jahr. Immer lauter wurden die Forderungen nach neuen Regeln. Besonders die Nationen, die in den großen Grand Prix Topf am meisten einzahlen, schreien am Lautesten. darunter auch Deutschland, das den Preis zum letzten Mal im Jahr 1982 erhielt. Im letzten Jahr landeten wir gerade einmal auf dem 19. von 24 Plätzen. Viele Menschen hierzulande regten sich darüber auf und behaupteten, der Contest werde vorwiegend von osteuropäischen Staaten dominiert, die sich gegenseitig die Punkte zuschanzten.
Um dem entgegenzuwirken, wurden jetzt tatsächlich neue Regeln aufgestellt, die bereits im nächsten Jahr in Kraft treten sollen. Die beschäftigen sich vor allem mit den Staaten, die überhaupt ins Finale eintreten dürfen. Im Prinzip läuft das Verfahren ähnlich wie bei Fußballveranstaltungen. In zwei Halbfinalen werden die Länder gewählt, die beim Grand Prix mitmischen dürfen. Sicher dabei ist lediglich der Sieger des Vorjahres, sowie die Nationen, die am meisten zahlen - sprich Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Die beiden Halbfinal-Gruppen werden per Losverfahren zusammengewürfelt.
Aus diesen beiden Gruppen werden die jeweils 9 besten Lieder gewählt, wobei nur diejenigen Länder per Voting abstimmen dürfen, die sich auch in den Gruppen befinden. So wird einer Zuschanzung von Sympathie-Punkte schon einmal entgegengewirkt. Nach Adam Riese bedeutet das: Wir haben dann 5 vorab sichere Nationen, sowie die 18 aus den Halbfinal-Gruppen - das macht also 23. Jetzt kommt der Clou: die letzte Nation, die zum Grand Prix antreten darf, wird von einer Jury entschieden. Die wird sich nämlich zwischen den jeweils 10. Plätzen aus den Final-Gruppen entscheiden. Wer jetzt noch Fragen hat: einfach noch einmal durchlesen, oder den Praxistest abwarten.

