Bushido hat jetzt in einem Interview zum Rundumschlag ausgeholt. Deutschlands erfolgreichster Gangster Rapper reagierte offiziell zur Übernahme von Aggro Berlin zu Universal. Dazu sollte man wissen, dass Bushido selbst einmal bei beiden Plattenfirmen zuhause war. In seinen Anfängen pflegte der selbsternannte Staatsfeind Nummer 1 noch eine gute Freundschaft zu seinem heutigen Erzfeind Sido. Nach einem großen Streit trennte sich Bushido allerdings vom gemeinsamen Label und wechselte zu Universal. "Meine Kollegen hatten mir damals üble Vorwürfe deswegen gemacht. Sie fanden Universal und die Leute da total scheiße und warfen mir vor, mich zu prostituieren."
Das merkte auch Bushido nach einiger Zeit und wandte sich von der großen Plattenfirma ab, um kurz darauf sein eigenes Label Ersguterjunge zu gründen. "Umso beschissener finde ich jetzt die Aktion, Aggro zu Universal zu holen - da fühlst Du Dich echt verarscht. Ehrlich mal, die Leute wissen ganz genau, warum ich nicht mehr bei Aggro bin. Und wenn die mal behauptet haben, meine Freunde zu sein, dann dürften sie so was linkes nicht machen."
Aber wer meint, Bushido würde als nächstes ein paar Freunde zusammentrommeln, um die Sache zu regeln, irrt. Der Gangster ist erstmals zu einem Gespräch bereit, und das sogar unter vier Augen. "Fakt ist: es gibt Streit und der muss geklärt werden. Er kann ja auch gerne zu mir kommen. Wir können das irgendwie klären und dann ist die Sache auch gegessen. Aber wenn man sich nie trifft und er einem immer aus dem Weg geht, bringt es ja auch nichts." Sido selbst hat bislang nicht auf Bushidos Angebot reagiert.

