Gegen den deutsch-türkischen Sänger Muhabbet werden schwere Vorwürfe erhoben. Der 23-Jährige soll ein muslimischer Extremist sein. Hintergrund ist eine Dokumentation über den Tod des niederländischen Filmemachers Theo Van Gogh, der 2006 einem Mord mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund zum Opfer gefallen war.
Die Filmemacherin Esther Schapira bekam für ihre Dokumentation "Der Tag, an dem Theo Van Gogh ermordet wurde" einen Preis. Bei der Verleihung der Auszeichnung soll auch Sänger Muhabbet Gast gewesen sein. Zur Filmemacherin soll er bezüglich Theo Van Gogh gesagt haben, dass Van Gogh hat Glück gehabt habe. Muhabbet hätte ihn zuvor in einen Keller sperren und foltern wollen. Er habe Glück gehabt, dass er so schnell gestorben sei.
Muhabbet hat die Vorwürfe, die bereits im TV bekannt wurden, umgehend zurückgewiesen: "Ich weise jede Art von Anschuldigung zurück, dass ich irgendeinen Mordaufruf verherrlichen würde." Pikant an der Geschichte ist die Tatsache, das Muhabbet erst vor einigen Tagen in einem Berliner Tonstudio mit dem deutschen und dem französischen Außenminister eine Single aufgenommen hat, bei der sich die Interpreten für die Integration stark machen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich bereits in einem Interview zu der Sache. Seiner Meinung nach könne er sich nicht vorstellen, dass Muhabbet tatsächlich in die Sache verwickelt sei.

