
Selten dürfte Sandra Maischberger so viele Abrufe zu ihrer Sendung im Internet gehabt haben wie nach der Ausstrahlung vom 4. Dezember. Und das, obwohl das Thema eigentlich nichts Neues war. Zwar kommt es in der Öffentlichkeit immer gut an, wenn man über Sex redet, aber wenn man sich so extreme Gesprächspartner wie Lady Bitch Ray einlädt, sorgt das schon für eine ziemliche Würze im sonst so biederen öffentlich rechtlichen Land. Als Gegenpart wurde unter anderem die Schauspielerin Michaela May in den Sessel gesetzt. Die hingegen war eher entsetzt über die Fäkalausdrücke, mit denen die Lady um sich warf.
Es wurde über fehlende Moral im deutschen Lande diskutiert und Rapperin Lady Bitch Ray wurde damit konfrontiert, warum sie sich nicht gleich prostituieren würde. Das hört die selbst betitelte Vagina-Rapperin nicht zum ersten Mal. Allerdings hat sie gleich eine Antwort parat. Wen wundert's: Ihre "Piep-Sprache" ist natürlich Kunst. Sie sehe sich als fleischgewordene Reinkarnation der selbstbewussten Frau, die sage was sie wolle, und vor allem wie sie es wolle. Dass sie eine Türkin ist, komme ihr dabei ganz recht.
Als Frau May die Rapperin schließlich fragte, wo in ihrer Musik denn noch Platz für die Liebe bleibe, antwortete Lady Bitch Ray schroff, was denn "Fotze" mit Liebe zu tun hätte. Eines wurde im Vulgär-Talk jedenfalls deutlich: man sollte die Lady mit den aufgenähten Nippelbommeln nicht unterschätzen. Die 26-Jährige weiß ganz genau, was sie sagt - immerhin steckt Lady Vagina gerade mitten im Linguistik-Studium und arbeitet an ihrer Doktorarbeit. Kommt hier die neue Oberschicht?
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