
Morrissey steht derzeit in einem heiklen Fall vor Gericht. Allerdings nicht als Angeklagter, sondern als Kläger. Grund ist ein Interview, das der Sänger kürzlich im Rahmen der Kampagne "Love Music Hate Racism" gegeben hatte. Der Journalist eines Magazins fragte Morrissey, der seit Jahren in Italien lebt, ob er sich vorstellen könne, einmal wieder in seine alte Heimat zu ziehen. Daraufhin soll Morrissey wörtlich gesagt haben:
"Das ist nicht leicht zu beantworten, denn England ist ein wirklich furchtbarer Platz, was Einwanderung betrifft. Ich habe beileibe nichts gegen Ausländer, aber je größer die Einwanderungswelle ist, desto mehr verschwindet die britische Identität. Wenn du nach Deutschland gehst, besteht keinen Zweifel daran, wo du bist. Wenn du nach Schweden gehst, ebenso wenig. Wenn du aber nach England kommst, hast du keine Ahnung, wo du bist. Laufe durch Knightsbridge (große U-Bahn-Station in London) und du kriegst jeden Akzent zu hören, außer dem britischen."
Morrissey sei außer sich vor Wut gewesen, als er den Artikel gelesen habe. Das berichtet ein Insider. Er habe seinem Management aufgetragen, die Auslieferung sofort zu stoppen. Das Magazin, das den Artikel laut Morrissey zu einseitig und verleumderisch verfasst habe, beruft sich jedoch auf die Antworten des Sängers. In einem Statement heißt es, die Story sei fair und ausgewogen. Morrissey ließ sich das nicht bieten. Er feuerte erst sein Management und verklagte danach das Magazin wegen Verleumdung.
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