Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger und seine Kollegen sind sauer auf ihre Plattenfirma, das britische Major-Label EMI. Hier hält seit Mitte 2007 der Finanzstratege Guy Hands die Fäden in den Händen und will den Konzern massiv umbauen. Grund: EMI ist zu groß und damit zu teuer. Hands, der in Finanzkreisen als Könner gilt, möchte das ändern.
Problematisch an diesem Vorhaben sind Bands wie die Rolling Stones. Ende März 2008 läuft deren 5-Jahres-Vertrag bei EMI ab. 14 Millionen Pfund jährliche Einnahmen werden in diesem Vertrag garantiert. Die Gespräche über die Verlängerung des Vertrags bei der EMI haben die Rolling Stones jetzt vorerst abgebrochen, weil sie sich mit der Konzernführug nicht einig werden konnten.
So könnte nach dem bereits erfolgten Abschied von Radiohead und Paul McCartney mit den Rolling Stones eine weitere Musikgröße bei der EMI die Zelte abbrechen und zu einem anderen Konzern wechseln. Das kommende Album von Mick Jagger und Band mit dem Titel "Shine A Light" soll übrigens schon vom Konkurrenten Universal Music vertrieben werden. Sollten die Rock-Opas sich mit der EMI nicht einig werden, könnte das den kompletten Wechsel zu Universal Music bedeuten.
Auch Robbie Williams und die Rockgruppen Coldplay, The Verve und Snow Patrol haben inzwischen angekündigt, EMI verlassen zu wollen, sofern sich die Konzernspitze um Guy Hands nicht zu in ihren Augen vernünftigen Vertragsabschlüssen bewegen lassen sollte.






