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Der Eurovision Song Contest wird immer mehr zur Spaßveranstaltung. Der Meinung sind zumindest Grand Prix-Fans der ersten Stunde, die über die Entwicklung des europaweiten Wettbewerbs alles andere als begeistert sind. Immer wieder beklagen sich Kritiker darüber, dass kaum noch ernstzunehmende Interpreten ins Rennen geschickt werden. Auch die Spanier haben genug vom knochentrockenen Image des Song Contests. Sie wählten im Vorentscheid erstmals einen Comedian als Landesvertreter.
Die sonst eher auf Tradition setzenden Spanier hatten in der Vergangenheit eher wenig Erfolg. Den letzten Sieg konnten sie vor 40 Jahren ersingen. Und damals sah die Grand Prix-Welt bekanntlich noch ganz anders aus. Wie viele Mitstreiter auch haben die Spanier den Glauben in die Ernsthaftigkeit des Wettbewerbs verloren. Anders können sich Kritiker den hohen Wahlsieg von Rodolfo Chikilicuatre beim Vorentscheid zum Eurovision dong Contest nicht erklären. Die Comedy Figur erinnert vom Image her ein wenig an Guildo Horn, der bei Grand Prix 1998 immerhin den siebten Platz einheimste.
Optisch orientiert sich Chikilicuatre allerdings eher an Elvis. Mit riesiger Ted-Tolle und Spielzeuggitarre bewaffnet wird er seine Ulknummer "Baila el Chiki-chiki" (Tanz den Chiki-chiki) zum Besten geben. Hinter dem Spaßvogel steckt der Schauspieler David Fernández, der mit seinem Beitrag in Spanien die Massen spaltet. Übrigens: Irland schickt in diesem Jahr einen Truthahn beim Eurovision Song Contest ins Rennen, dagegen sind die Spanier mit ihrem Elvis-Verschnitt doch noch eher harmlos.
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