Richie Sambora, Gitarrist von Bon Jovi, war noch nie ein Kind von Traurigkeit. Aber für das, was er sich kürzlich geleistet hat, nützte ihm auch kein Promistatus. Er wurde Ende März von zwei Streifenpolizisten angehalten, weil er mit seinem Wagen Schlangenlinien gefahren war. Ein Alkoholtest ergab, dass der Musiker einiges an Alkohol im Blut hatte.
Dazu kam, dass Sambora zu zweit im Auto unterwegs war. Er kutschierte seine Freundin, die gemeinsame zehnjährige Tochter Ava und deren minderjährige Cousine durch die Gegend. Die Staatsanwaltschaft im kalifornischen Bezirk Orange County hatte am Dienstag Anklage erhoben und den 48-Jährigen für Anfang Mai vor Gericht bestellt. Der Bon Jovi-Gitarrist bekannte sich noch am gleichen Tag schuldig. Die Tatsache, dass sich Sambora einsichtig zeigte, wirkte sich strafmildernd für ihn aus.
Trotzdem wurde der Alkoholsünder zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe, einer Geldstrafe und einem Kurs für Alkoholsünder verurteilt. Glück im Unglück, denn ein Prozess mit Schuldspruch hätte dem Bon Jovi-Rocker bis zu sechs Monate Haft einbringen können. Nach Anordnung des Richters muss sich Sambora während der Bewährungsfrist von Drogen und Alkohol fernhalten. Da wird wohl eine Entziehungskur fällig sein, denn der Bon Jovi-Gitarrist hat ziemliche Probleme, von seiner Sucht loszukommen. Erst im vergangenen Sommer hatte er sich auf eigenen Wunsch in die Rehab einweisen lassen.

