Moby hat sich in einem Interview positiv über die musikalische Entwicklung in Deutschland geäußert. Er ist der Meinung, dass insbesondere die Techno-Musik und die Love Parade das Ansehen der Deutschen in den USA verbessert haben. Vorher sei das Image der Deutschen bei den Amerikanern immer irgendwo zwischen Volks- und Marschmusik angesiedelt gewesen. Moby geht noch etwas mehr in Detail: "Auf Bildern von der Love-Parade haben die Amis auf einmal junge Frauen gesehen, die barbusig zu Techno hüpften. Wir mussten das Bild der Mädchen erst einmal in Einklang bringen mit dem Image des brüllenden SS-Mannes. Aber inzwischen wissen die Amerikaner, dass auch bei Euch die Zeit nicht stehen geblieben ist - und das ist sehr wichtig für das Verständnis."
Moby legte 1990 erstmals in Deutschland House-Musik auf. Bei seinen Sets in Berlin und Hamburg kamen etwa 300 Leute und haben zu seiner Musik gefeiert. Auch an diese Zeiten erinnert sich Moby bestens: "Vor so vielen hatte ich bis dahin noch nicht aufgelegt. Bis dahin dachte ich, House wäre nur in New York bekannt." In Amerika wurde Moby, der mit bürgerlichem Namen Richard Melville Hall heißt und mit "Moby Dick"-Autor Herman Melville verwandt ist, lange Zeit als erfolgreicher Produzent gefeiert.
Später wurde er von Eminem immer wieder gedisst. Der Rüpel-Papper machte sich über seinen Kollegen lustig und stellte ihn in der Öffentlichkeit als Muttersöhnchen dar. Das ist wohl auch der Grund, warum Moby in dem Interview auch mit diesem Image reinen Tisch machen wollte. Ganz offen erzählt er von seinen ersten Erfahrungen mit Drogen: "Ich habe zwar ziemlich spät mit dem Zeug angefangen, aber auch ich habe regelmäßig Ecstasy genommen." Nach zwei Jahren habe er allerdings wegen der Nebenwirkungen die Finger von Drogen gelassen.






