Die Kinder von Ray Charles sorgen in Amerika für Schlagzeilen. Die Erben der verstorbenen Soullegende prangern öffentlich den früheren Manager ihres Vaters an. Sie werfen dem Vermögensberater vor, er würde den Namen des Musikers in den Dreck ziehen und verantwortungslos mit seiner Position umgehen. Konkret werfen ihm die zwölf Nachkommen vor, er würde den millionenschweren Nachlass des Soulstars missbrauchen.
Ray Charles war vor vier Jahren an den Folgen eines Leberleidens gestorben. Seither streiten sich die verbliebenen Erben um sein Vermögen, das sich inzwischen auf geschätzte 50 Millionen Euro belaufen soll. Per Testament wurde sein Manager Joe Adams als Vermögensverwalter und Vorstand der "Ray Charles Enterprises" bestellt. Ihm wurde die Aufgabe erteilt, den Treuhandfond für Charles' Kinder zu verwalten. Diese Aufgabe scheint der 86-Jährige jedoch nicht sehr genau zu nehmen.
Das zumindest behaupten die Kinder des Verstorbenen, die zwischen 16 und 50 Jahren alt sind und von neun verschiedenen Frauen stammen. Innerhalb von 5 Jahren nach dem Tod sollten den Hinterbliebenen je 300.000 Euro ausgezahlt werden. Von dem Geld hat jedoch bis heute noch keiner der Sprösslinge etwas gesehen. Deswegen klagen sie nun gegen Adams und fordern eine Untersuchung des Falles. Dann soll auch untersucht werden, ob Adams das Geld von Ray Charles möglicherweise veruntreut hat.

