
TV-Moderator Thomas Herrmanns wird nach dem Debakel der No Angels beim Eurovision Song Contest am 24. Mai Belgrad künftig nicht mehr als Moderator des deutschen Vorentscheids zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für die Moderation der eigentlichen Show, durch die der "Quatsch Comedy Club"-Erfinder in den letzten Jahren geführt hatte.
Als Grund für seinen Rückzug gibt Thomas Herrmanns an, dass er von der Endausscheidung "frustriert und genervt" sei. Der Eurovision Song Contest sei inzwischen zu komplex geworden. Nachbarpunkte, Gastarbeiter-Punkte und der Ehrgeiz mancher Teilnehmer seien mittlerweile der entscheidende Hauptfaktor.
"Das ist inzwischen eine Gleichung mit so vielen Unbekannten geworden, dass viele die Lust verloren haben, sie auszurechnen", sagte Thomas Herrmanns einem Internetmagazin. Der Eurovision Song Contest gleiche einem Feldzug, der gut geplant sein müsste, so Herrmanns weiter. Damit Deutschland eine Chance hätte, müsste man wohl Tokio Hotel ins Rennen schicken: "Aber auch bei denen bin ich mir sicher, dass die Jungs nach dem Erfolg in den USA keine Lust darauf haben, sich dort zu blamieren."
Die No Angels hatten mit ihrem Song "Disappear" beim Eurovision Song Contest mit nur 14 Punkten das viertschlechteste deutsche Ergebnis aller Zeiten eingefahren. Thomas Herrmann, der als Fan und Experte für internationalen Gesangs-Contest gilt, hatte bereits während der Show über seinen Rückzug nachgedacht.
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