
Musikproduzent Dieter Bohlen ist nicht erst seit der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" für seine derben Sprüche bekannt. Im Rahmen der "DSDS"-Castings hat der Pop-Titan den Bogen aber schon mehrfach überspannt und Kandidaten heftig beleidigt.
Die Quittung folgte jetzt. Der verantwortliche Sender RTL muss wegen wiederholter Jugendschutz-Verstöße durch Dieter Bohlen ein Bußgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bestätigte jetzt eine Entscheidung, die schon im Frühjahr gefallen war.
Damals ging es um diverse "DSDS"-Shows von Januar und Februar 2008. Dieter Bohlen hatte es in der letzten Staffel der Casting-Show besonders bunt getrieben. "Beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten werden in dem TV-Format als Normalität dargestellt. So werden Verhaltensmodelle vorgeführt, die Erziehungszielen wie Toleranz und Respekt widersprechen. Das kann vor allem auf Kinder unter 12 Jahren desorientierend wirken", hieß es bei der KJM in der Begründung der Entscheidung.
Zukünftig will RTL die Sendungen vor der Ausstrahlung zur Ansichtskontrolle vorlegen. Ob sich Dieter Bohlen deswegen zurückhalten wird, ist fraglich. Fraglich ist auch, ob die Einschaltquoten leiden würden, wenn in den Vorrunden-Castings die spektakuläre von Dieter Bohlen verursachte Schärfe verloren ginge.
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