
Der gestrige Tod von Michael Jackson hat das Internet auf zahlreichen Websites an seine Grenzen geführt. Der US-Onlinedienst "tmz.com" berichtete gestern Abend 14 Uhr 20 Ortszeit, dass der King Of Pop einen Herzinfarkt nicht überlebt hätte. Kurze Zeit später konnte der Server des zu AOL gehörenden Portals nicht mehr alle Anfragen gleichzeitig bearbeiten, weil der Ansturm zu groß geworden war. Folge war ein zeitweiser Ausfall der Website.
Auch andere Websites hatten wegen Meldungen über den Tod von Michael Jackson starke Probleme, den erhöhten Ansturm zu bewältigen. Ein US-Unternehmen, das die Verfügbarkeit von Websites misst, stellte fest, dass fast alle großen US-Nachrichten-Websites langsamer als sonst oder gar nicht mehr aufzurufen waren. Dies gilt auch für den Suchmaschinengiganten Google.
Weil erheblich mehr Nutzer als sonst gleichzeitig nach Informationen zum Tod von Michael Jackson suchten, interpretierte die Google-Software das als einen automatischen Hacker-Angriff und meldete zeitweise "Ihre Eingabe sieht wie eine automatisch generierte Anfrage von einem Computer-Virus oder einer Spyware- Anwendung aus." Nachdem Jackos Tod bestätigt wurde, entfernte man diese Sicherheitsbarriere bei Google News.
Auch der Kurznachrichtendienst Twitter wurde von der Todesmeldung über Michael Jackson überrascht. 100.000 Kurznachrichten von Twitter-Nutzern wurden pro Stunde geschrieben. Die Suchfunktion wurde so stark belastet, dass sie zeitweilig abgeschaltet werden musste. Trotzdem war Twitter deutlicher langsamer als gewohnt erreichbar.
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