
TV-Entertainer Stefan Raab will der ARD jetzt doch bei der Umsetzung eines neuen Verfahrens für die Suche nach dem deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ehemals "Grand Prix") helfen. Im Mai hatte er der ARD noch abgesagt, weil die Entscheidungswege im Sender für ihn zu kompliziert seien.
Das scheint nun nicht mehr so zu sein. Gemeinsam mit der ARD, ProSieben und den Jugendradios des ARD-Hörfunks will Stefan Raab 2010 den deutschen Beitrag für das Finale des Eurovision Song Contest in Norwegen suchen. Wie der Norddeutsche Rundfunk NDR mitteilte, soll es ein bundesweites Casting mit 20 Finalisten geben. In der ARD und bei ProSieben wird abwechselnd in jeweils 8 Folgen solange gesiebt, bis ein Sieger feststeht. Dieser Act wird Deutschland dann beim Eurovision Song Contest vertreten.
Chef der Jury wird Stefan Raab sein, dem "TV Total"-Macher zur Seite stehen sollen von ihm ausgewählte Kollegen aus der deutschen Musikszene. In Raab werden große Hoffnungen gesetzt. Der ehemalige "VIVA"-Moderator und Musikproduzent soll die deutsche Dauerkrise beim Grand Prix beenden. Zuletzt hatte es für Deutschland immer nur schlechte Platzierungen gegeben, 2008 kamen die No Angels sogar nur auf den letzten Platz.
Stefan Raab hatte 2000 selbst am Eurovision Song Contest teilgenommen und den 5. Platz belegt. Auch die von ihm produzierten Guildo Horn und Max Mutzke konnten 1998 und 2004 gut abschneiden. Seit 2005 hat Stefan einen eigenen Musikwettbewerb im deutschen TV: der "Bundesvision Song Contest" gilt mittlerweile als einer der wichtigsten deutschen Musikevents überhaupt.
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