
Ein schwerer Unfall auf der A66 am Tage des Jahreswechselns 2009/2010. Zwei Autos sind beteiligt. Einer der beiden Wagen geht in Flammen auf. Mit schweren Verletzungen werden der Fahrer und der Beifahrer in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer erlitt starke innere Verletzte und sein Beifahrer verlor eine Hand. Von dem Fahrer des anderen PKW fehlte zunächst jede Spur. Die Polizei ermittelte aber schnell das Tatfahrzeug: Es gehört Kevin Russell, dem Sänger der Band Böhse Onkelz.
Er hat bereits seit einiger Zeit keine Fahrerlaubnis mehr und soll unter Alkohol- und Drogeneinfluss in der Silvesternacht den Unfallwagen gefahren sein. Zuerst ging man nach einer Zeugenaussage davon aus, dass der Wagen von einem Bekannten von Kevin Russell gesteuert wurde, schnell war aber klar, dass der Sänger der Band Böhse Onkelz selbst gefahren ist. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben.
Neben dem Tatvorwurf der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung, der Unfallflucht und der fahrlässigen Körperverletzung wird ihm außerdem vorgeworfen, einen falschen Verdächtigen einer Straftat getäuscht zu haben. Von dem Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. abgesehen, da bereits Ersthelfer vor Ort waren. Böhse Onkelz-Sänger Russell hat sich auch über ein halbes Jahr nach dem Unfall nicht geäußert. Einen genauen Termin für den Prozess gibt es noch nicht.
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